Angeklagter in Pittsburgh-Synagoge muss mit weiteren Anklagen wegen Hassverbrechen rechnen

Nationale Sicherheit

Hunderte versammelten sich am 28. Oktober in der Soldiers and Sailors Memorial Hall in Pittsburgh zu einer Mahnwache für die Opfer der Massenerschießungen in der Tree of Life Synagogue. (Drea Cornejo, Zoeann Murphy, Luis Velarde/ALES)

VonDevlin Barrett 29. Januar 2019 VonDevlin Barrett 29. Januar 2019

Das Justizministerium hat am Dienstag zusätzliche Anklage gegen den mutmaßlichen Erschießungsverdächtigen Robert Bowers in der Pittsburgh-Synagoge erhoben und eine Liste antisemitischer Äußerungen aufgeführt, die er angeblich im Vorfeld des Angriffs abgegeben hat.

Die Behörden sagten, Bowers, 46, aus Baldwin, Pennsylvania, fuhr am 27. Oktober mit Handfeuerwaffen und einem Gewehr bewaffnet zur Tree of Life-Synagoge in der Gegend von Squirrel Hill in Pittsburgh und erschoss so viele Menschen wie möglich, sobald sie drinnen waren. Er wird auch beschuldigt, Polizisten erschossen zu haben, die versucht haben, ihn aufzuhalten.

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Der Angriff forderte 11 Tote im Alter von 54 bis 97 Jahren. Es war der tödlichste Angriff auf Juden in den Vereinigten Staaten.

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Die am Dienstag eingereichte Anklageschrift mit 66 Anklagepunkten ersetzt weitere Details darüber, wie Bowers angeblich von Hass motiviert war. Vor dem Angriff schrieb Bowers laut Anklageschrift eine Reihe von scharf antisemitischen Äußerungen in den sozialen Medien.

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Besonders empört war Bowers, so Beamte, von der Hebrew Immigrant Aid Society (HIAS), einer Gruppe, die seit langem humanitäre Hilfe für Flüchtlinge leistet.

Am 10. Oktober veröffentlichte Bowers auf einer HIAS-Website eine Liste jüdischer Gemeinden, die flüchtlingsbezogene Veranstaltungen veranstalteten, einschließlich der Gemeinde in Pittsburgh, so die Anklageschrift. Bowers hat angeblich geschrieben: Warum hallo dort HIAS! Du bringst gerne feindliche Eindringlinge dazu, unter uns zu wohnen? Wir freuen uns über die von Ihnen bereitgestellte Freundesliste.

Die Posts waren zuvor gemeldet worden, aber die Anklage schreibt diese Aussagen jetzt direkt Bowers zu, einschließlich eines Posts, den er angeblich kurz vor dem Angriff auf die Synagoge geschrieben hat: Ich kann nicht zusehen, wie meine Leute abgeschlachtet werden. Scheiß auf deine Optik, ich gehe rein.

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Die aktualisierte Anklageschrift fügt 13 mutmaßliche Verstöße gegen das Gesetz zur Verhinderung von Hasskriminalität von Matthew Shepard und James Byrd Jr. sowie weitere Anklagen hinzu.

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Die Anklage gegen Bowers ist mit einem möglichen Todesurteil verbunden, aber es ist noch unklar, ob das Justizministerium die endgültige Strafe gegen Bowers fordern wird.

Unmittelbar nach dem Angriff kündigten örtliche Bundesanwälte an, dass sie die Todesstrafe beantragen würden, aber diese Entscheidung muss von hochrangigen Beamten im Hauptquartier des Justizministeriums in Washington überprüft und vom Generalstaatsanwalt genehmigt werden.

Lokale Staatsanwälte haben ebenfalls Interesse an einer Anklage gegen Bowers bekundet, aber angekündigt, den Bundesfall zuerst weiterführen zu lassen.

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Vor dem Angriff war Bowers ein Lastwagenfahrer, der von seinen Nachbarn weitgehend unbemerkt blieb. Online hat er jedoch angeblich bösartig antisemitische und rassistische Schimpfwörter gepostet.

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Die Schießerei in der Synagoge führte zu einer erneuten Debatte darüber, ob die US-Regierung genug tut, um durch Rasse, Religion oder ethnische Herkunft motivierte Gewalt einzudämmen – und ob neue Gesetze verabschiedet werden sollten, die Angriffe wie den in Pittsburgh ausdrücklich als Terrorismus und nicht als Hassverbrechen kategorisieren.

Das Thema hat aktuelle und ehemalige Strafverfolgungsbeamte gespalten, wobei einige argumentieren, dass Bundesgesetze die Menschen, die solche Taten begehen, als Terroristen brandmarken sollten. Andere gegenwärtige und ehemalige Beamte bestehen darauf, dass Gesetze gegen Hassverbrechen bereits ein potenzielles Todesurteil beinhalten und eine Umklassifizierung dieser Verbrechen als Terrorismus die Konsequenzen für solche Mörder nicht ändern würde.