Deutsche Polizei durchwühlt Garten bei McCann-Ermittlungen

Europa

Deutsche Polizisten durchsuchen am Dienstag, 28. Juli 2020, ein Kleingartengrundstück in Seelze bei Hannover. Die Polizei hat mit der Durchsuchung eines Kleingartengrundstücks begonnen, das vermutlich im Zusammenhang mit dem Verschwinden des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann in Portugal im Jahr 2007 steht. (Peter Steffen/dpa via AP) (Associated Press)

VonZugehörige Presse 28. Juli 2020 VonZugehörige Presse 28. Juli 2020

BERLIN – Die deutsche Polizei, die das Verschwinden des britischen Mädchens Madeleine McCann in Portugal im Jahr 2007 untersucht, hat am Dienstag im Zusammenhang mit ihrer Untersuchung ein Gartengrundstück in der nördlichen Stadt Hannover durchsucht, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Julia Meyer, eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig, bestätigte lokale Medienberichte, wonach im Zusammenhang mit dem Fall seit Montag Ermittler der Polizei mit einem Bagger vor Ort gewesen seien.

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Auf dem Grundstück waren Ermittler mit Schaufeln und Rechen zu sehen, die mögliche Beweise in Plastiktüten steckten. Einige trugen weiße Overalls, andere führten einen Spürhund über das Grundstück, berichtete die deutsche Nachrichtenagentur dpa.

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Das Verfahren findet im Zusammenhang mit unserer Untersuchung bezüglich Maddie McCann statt, sagte Meyer gegenüber The Associated Press.

Meyer sagte, sie könne keine weiteren Details zum Verfahren nennen, fügte nur hinzu, dass die Polizei noch etwas Zeit brauchen würde, um den Vorgang abzuschließen.

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McCann war 3 Jahre alt, als sie 2007 aus einer Wohnung verschwand, während ihre Familie in der Küstenstadt Praia da Luz in der portugiesischen Algarve-Region Urlaub machte.

Die deutschen Behörden gaben letzten Monat bekannt, dass sie einen 43-jährigen deutschen Staatsbürger als Verdächtigen im Fall McCann identifiziert haben und gegen ihn wegen Mordverdachts ermitteln.

Der Verdächtige, der derzeit in Deutschland inhaftiert ist, verbrachte viele Jahre in Portugal, unter anderem in Praia da Luz zur Zeit des Verschwindens von McCann, und ist nach Angaben der Behörden zweimal wegen sexuellen Kontakts mit Mädchen vorbestraft.

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Die Behörden haben den Namen des Verdächtigen nicht veröffentlicht, aber er wurde von deutschen Medien weithin als Christian B.

Zuletzt war er in Deutschland in Braunschweig gemeldet, etwa 70 Kilometer von Hannover entfernt. Zwischen 2013 und 2015 hielt sich der Verdächtige sowohl in Portugal als auch in Deutschland auf. Er betrieb einen Kiosk in Braunschweig und lebte auch mehrere Jahre in Hannover, berichtete die dpa.

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